LEITBILD

Schülerinnen im Austausch mit ihrer Lehrkraft

Das Leitbild des MARIANUMS

Erziehung auf dem Hintergrund eines christlichen Menschenbildes bedeutet Dialogbereitschaft, Selbst- und Mitverantwortung sowie ein Verständnis des Menschen, der sich und seine Umgebung sensibel wahrnimmt und sich dadurch als ganzheitliches Wesen erfährt. Das Evangelium weist uns einen Weg, Grundhaltungen wie Echtheit, Wertschätzung und Einfühlung umzusetzen. Jesu Leben war gekennzeichnet von permanenter Begegnung. Er lebte nicht für sich, sondern für die Menschen, denen er half, ihr eigenes Leben anzunehmen. In seiner Klarheit und Eindeutigkeit erkannte er das echte Bedürfnis des Menschen nach einem sinnerfüllten Leben und verkörperte dies vollkommen durch sein Handeln. Für uns als Schulgemeinschaft bedeutet dies, sich einzulassen in einen Entwicklungs- und Reifungsprozess mit einer positiven Einstellung zum Leben sowie einem wachsenden Vertrauen in das Gute des Menschen. Die Auseinandersetzung mit diesen Prozessen ist notwendige Grundlage für eine mündige Persönlichkeit.

I. Selbstverständnis

Schülerversammlung
  1. Wir sind eine staatlich anerkannte private katholische Schule in freier Trägerschaft der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz. Seit 1925 erfahren junge Menschen im Marianum ganzheitliche Bildung und Erziehung. Unsere Wurzeln sind der Geist des Evangeliums und das Leitwort des Gründers der Schwesterngemeinschaft, Pater Theodosius Florentini: „Was Bedürfnis der Zeit, ist der Wille Gottes.“
  2. Wir pflegen eine Schulkultur, die von allen am Schulleben Beteiligten gestaltet wird.
  3. Das Verhältnis zwischen Schulleitung, Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern ist geprägt von Wertschätzung und Vertrauen. Dazu gehört auch eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern.

II. Zielsetzungen

  1. Wir bieten qualifizierte schulische und berufliche Ausbildungen mit staatlich anerkanntem Abschluss sowie Fort- und Weiterbildungen.
  2. Wir bieten einen Lebens- und Lernraum, in dem Menschen unterschiedlichen Alters gefördert und gefordert werden und sich persönlich, fachlich und sozial bilden und entwickeln können.
  3. Wir begleiten die jungen Menschen auf ihrem persönlichen Glaubensweg und auf ihrer Suche nach dem Sinn ihres Lebens.
  4. Wir übernehmen in der Region durch profilierte Angebote im Bereich Bildung und Erziehung Verantwortung in Gesellschaft und Kirche.

III. Werthaltungen

Gestaltetes Logo – im Treppenhaus des Neubaus hängend
  1. Das christliche Menschenbild prägt unsere Schulkultur.
  2. Dieses Menschenbild wird konkret in den pädagogischen Grundhaltungen Wertschätzung, Offenheit, Echtheit und Vertrauen. Wir schützen jeden Einzelnen in seiner Würde als Mensch und respektieren ihn in seiner individuellen Persönlichkeit.
  3. Wir pflegen eine Kultur der Aufmerksamkeit, die uns achtsam sein lässt gegenüber Gott, uns selbst, den anderen und unserer Umwelt.

IV. Verhaltensmaximen

Wir regen Entwicklungs- und Bildungsprozesse an durch: 

  1. ein Miteinander, das geprägt ist von Gesprächsbereitschaft auch in schwierigen Situationen und der gemeinsamen Suche nach konstruktiven Lösungen,
  2. mögliche Orientierung an der Persönlichkeit der Lehrerinnen und Lehrer,
  3. hohe fachliche Qualität.

V. Handlungsmaximen

Nach unserem Bildungsverständnis sehen wir unsere Aufgabe in der individuellen Lern- und Entwicklungsbegleitung der Schülerinnen und Schüler.

Die konkrete Umsetzung erfolgt durch: 

  1. Förderung differenzierter Selbst- und Fremdwahrnehmung durch begleitete Reflexion,
  2. vielfältige Formen von Dialog und Begegnung,
  3. Mitbestimmung und Mitverantwortung der Schülerinnen und Schüler.

Hegne, 1. August 2006