Stolpersteine im Haltepunkt
Stolpersteine gegen Vergessen und Intoleranz
Im wöchentlichen Haltepunkt
"Fenster zur Welt" war die die Initiative
„Stolpersteine gegen Vergessen und Intoleranz“ in Konstanz im Marianum zu Gast.
Frau Steg-Bayer und Frau Quintini hinterließen durch anschauliche Bilder/Fotos und lebendige Geschichten von Zeitzeugen, die Konstanz verlassen mussten, den Eindruck, dass es wichtig es für uns ist, zu stolpern: zu stolpern über Namen, deren Träger von den Nazis ausradiert wurden. „Ein Mensch ist vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, so Aussagen der Initiative.
In Konstanz – wie in anderen Städten Deutschlands und mittlerweile europaweit – erinnern künstlerisch gestaltete Pflastersteine aus Messing, die in das Pflaster der Straße eingelassen werden, an die Menschen, die von den Nazis aus diesen Häusern geholt und dann ermordet wurden. Vor dem Haus, in dem sie zuletzt gewohnt haben, wird ein „Stolperstein“ mit dem Namen der Person/en eingelassen, dessen Geburtstag/Tag des Abtransports/evtl.Todestag/-ort.
Diese Steine lassen uns stolpern über Opfer, deren Namen durch die Naziherrschaft ausgelöscht werden sollten. Diese Opfer waren keine Fremde: Es waren Nachbarn, Arbeitskollegen, Freunde, die abgeholt, die gefoltert, die ermordet wurden.
Die Aktion macht deutlich: man kann etwas dagegen tun, dass Menschen zu Opfern gemacht werden, dass sie namen-los gemacht werden.
Die 7. Klasse der Realschule wird bei der nächsten Grundsteinlegung im Juni dabei sein, wenn es wieder heißt: Opfern einen Namen geben. Das Marianum unterstützt mit einer Patenschaft die Initiative „Stolpersteine gegen Vergessen und Intoleranz“.