Lernen in themenorientierten
Projekten:

Kindergarten-Projekt

(TOP SE Klasse 7)

Die Schülerfirma
(WVR Klasse 8)

Jung & Alt gemeinsam
(TOP SE Klasse 8)

Herausforderungen
(Klasse 9)

Berufsorientierendes Praktikum
(TOP BORS Klasse 9)


Lernen unterwegs:

Alb Ergo
(Erlebnispädagogik
Klasse 7)

Wir pilgern auf
dem Jakobsweg
(vom Kloster Hegne
zum Kloster Ingenbohl)
Klasse 8

Englandfahrt
Sprachreise in Klasse 9


Lernen in Epochen:

Klasse 5-8

Jahresarbeiten Klasse 9


Vernetzungen:

Blick über den Zaun

Das Kindergarten-Projekt

TOP SE Klasse 7


Das Marianum hat sich entschieden, dass die RealschülerInnen der Klasse 7 am Alltag einer elementarpädagogischen Einrichtung teilhaben. Einige unsere Oberkurs-FachschülerInnen (ca. 20) werden hierbei die RealschülerInnen auf ihre 5-tägige Kindergartenpraxis vorbereiten, sie in dieser Praxis begleiten und anleiten, und mit ihnen die Praxiszeit reflektieren und auswerten. Die FachschülerInnen werden hierzu im Rahmen eines parallel stattfindenden Seminars (GLS6: Beratung & Kommunikation) unterrichtet und unterstützt.



Wo stehen die Schülerinnen und Schüler der Realschule?
Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 sind 12 und 13 Jahre, einige wenige auch schon 14 Jahre alt. Sie befinden sich am Anfang der Pubertät mit dem diesem Lebensalter entsprechenden Bedürfnis nach Schutz und Geborgenheit auf der einen Seite und dem Streben nach Unabhängigkeit, Freiheit und Selbständigkeit auf der anderen Seite. In dieser Phase der Selbstfindung und der Entfaltung der Persönlichkeit steht für die Jugendlichen die „Eroberung der Innenwelt' im Vordergrund. Für sie stellt sich mit besonderer Dringlichkeit die Frage: „Wer bin ich?



Wie können wir die Schülerinnen und Schüler in dieser Phase stützen?

Die Lehrerinnen und Lehrer am Marianum möchten den Jugendlichen (sowie auch den angehenden ErzieherInnen) das Erleben von Ernstsituationen ermöglichen, in denen sie Folgendes intensiv erfahren können:

„Auf mich kommt es an!"
„Gut, dass ich da bin!"
„Ich werde gebraucht!"
„Ich bin nützlich für andere!"

Wir sind der Überzeugung, dass sich solche Erfahrungen in dieser von Unsicherheit, Veränderungen und Umbrüchen geprägten Phase des Erwachsenwerdens positiv auf die Entwicklung der Persönlichkeit der Jugendlichen auswirken. Dennoch ist es (siehe oben erwähntes Bedürfnis nach Schutz und Geborgenheit) wichtig, den Jugendlichen einen noch recht geschützten Rahmen für ihre ersten Schritte auf dem Weg zur Selbständigkeit anzubieten.

Unter fachkundiger Anleitung durch die Oberkurs-SchülerInnen unserer Fachschule für Sozialpädagogik kann so behutsam das Selbstvertrauen der RealschülerInnen gestärkt werden. Wichtig dabei ist die Tatsache, dass diese Erfahrungen auch außerhalb des Schulalltags stattfinden können, die Schülerinnen und Schüler das „echte Leben" und die ernsthaften Situationen erleben dürfen. „Die Kinder müssen soziales Leben durch Leben erfahren, durch Erfahrung, bevor sie in es eintreten.... (G.Meisterjahn-Knebel:„Montessori-Pädagogik in der weiterführenden Schule", Herder 2003, S.36)

Außerdem bekommen die Jugendlichen die Chance zu erleben, was es bedeutet, für andere Menschen da zu sein, Verantwortung für die ihnen anvertrauten Menschen zu übernehmen. Ihre Sozialkompetenzen (Entwicklung von Verständnis und Toleranz, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit) können und sollen so gestärkt werden. Nicht zuletzt sollen sie auch die Möglichkeit bekommen ein Stück „hinaus in die Welt“ zu gehen und neue Lebenswelten kennen zu lernen. Persönliche Erfahrungen, die Selbsttätigkeit des Jugendlichen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen, werden so als individueller Lernweg beschrieben. (vgl. G.Meisterjahn-Knebel, a.a.O., S.36)


Wie ist der Ablauf des TOP SE für die Klasse 7?

Ein erster Schritt ist jeweils im Herbst die Auswahl der elementarpädagogischen Einrichtungen durch unsere FachschülerInnen, da die RealschülerInnen in eine den FachschülerInnen möglichst aus ihren eigenen Praktika (oder anderweitig) bekannte Praxisstelle begleitet werden sollen. Es können jeweils 1–2 Realschülerinnen in eine Einrichtung aufgenommen werden. Nach der Kennenlern- und Vorbereitungsphase (u.a. Aussendungsfeier ) werden die Fachschüler „ihre" Realschüler am 1. Tag des Kindergartenpraktikums (März) in den Kindergarten begleiten. Sie klären den Anfahrtsweg mit den Realschülern, machen diese mit den Erzieherinnen und den Kindern in der Einrichtung bekannt, zeigen und erklären ihnen die Einrichtung und machen sie mit den Abläufen und Strukturen der Einrichtung vertraut. Im Verlauf des Praktikums sind die FachschülerInnen AnsprechpartnerIn und BeraterInfür ihre jeweiligen „Schützlinge". Sie sind jedoch i.d.R. nur am ersten Tag selbst mit im Kindergarten.

In der Einrichtung selbst wird ein/e ErzieherIn als verantwortliche AnsprechpartnerIn für die RealschülerIn festgelegt werden. Ihre Aufgabe in der Einrichtung ist es, den Realschüler/die Realschülerin während des 5-tägigen Praktikums anzuleiten.

Ziel des Praktikums ist es, erste Erfahrungen in einem sozialen Feld (in diesem 7.Schuljahr im elementarpädagogischen Bereich) zu sammeln. Die Anwesenheitsdauer des Realschülers pro Tag richtet sich nach den Öffnungszeiten der Einrichtung- ca.6 -7 Zeitstunden pro Tag sollten jedoch eingehalten werden.

Weitere Ziele sind:

Am Ende des Praktikums reflektieren die FachschülerInen das Praktikum mit den Realschülern und erarbeiten eine Präsentation mit den RealschülerInnen (unter Hilfestellung der FachschülerInnen).
Jede/r Schüler/in der Realschule dokumentiert den gesamten Prozess in einer individuellen Projektmappe. (Portfolio:„Thematisches Tagebuch“)
Auf der Basis der Rückmeldung der Praxisstelle erstellt die FachschülerIn eine kurze schriftliche Auswertung des TOP SE ihres/r RealschülerIn, die
anschließend an die betreuenden Lehrer der Realschule geht.

Ansprechpartner in allen Fragen des Praktikums der Realschüler sind in diesem Schuljahr 2009/2010 Frau Schwörer und in Bezug auf die anleitenden FachschülerInnen Herr Luft.