- SPENDE AN DIE PARTNERSCHULE UND DIE DKMS

Schüler des Marianums helfen Partnerschule in Indien und leisten einen Beitrag im Kampf gegen Blutkrebs.

Im vergangenen Jahr hatte die Schüler*innenvertretung des Marianum in Hegne mit ihren betreuenden Lehrerinnen Frau Elben und Frau Eckert einen Sponsorenlauf organisiert (wir berichteten). Schülerinnen und Schüler der Realschule, des sozialwissenschaftlichen Gymnasiums sowie der Fachschule für Sozialpädagogik hatten sich dabei auf den Weg gemacht und einen Betrag von insgesamt über 18.000€ erlaufen. Die beträchtliche Summe kam nun zu gleichen Teilen zwei Institutionen zu Gute, bei denen der Menschen im Mittelpunkt steht.

Die eine Hälfte des Betrags ging an die Holy Cross School im südindischen Devarshola in Nilgris. Dort konnte durch den sportlichen Einsatz der Schülerinnen und Schüler des Marianum ermöglicht wer-den, dass weitere 10 Schüler*innen von Teeplantagenarbeitern kostenfrei zur dortigen Schule gehen. Zudem wird ein Schulbus mitfinanziert, der die Kinder täglich zur Schule bringt (Schulwege von 1-1/2 Stunden Fahrzeit).

Die enge Freundschaft zwischen der Holy Cross School und dem Marianum in Hegne besteht bereits seit vielen Jahren. Im Mai 2017 waren Lehrerinnen und Schulsprecher de Schule in Devarshola für zwei Wochen zu Gast im Marianum. Beide Schulen werden von den Kreuzschwestern getragen.

Der zweite Teil des Erlöses aus dem Sponsorenlauf ging an die Deutsche Knochenmarkspende (DKMS), die einen wichtigen Beitrag zur Behandlung und Heilung von Blutkrebs und anderen lebensbedrohlichen Bluterkrankungen leistet. Die Schüler*innenvertretung hatte sich im Vorfeld ganz bewusst für diese gemeinnützige Organisation entschieden, da vor wenigen Jahren eine Schülerin des Marianums selbst an Blutkrebs erkrankt war und glücklicherweise mit Hilfe einer Stammzellenspende geheilt werden konnte.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion vor den Schülerinnen und Schülern des Marianum bedankte sich Herr Mangold als Vertreter der DKMS auf das herzlichste bei der gesamten Schulgemeinde für ihren Einsatz. Im Gespräch mit den Schulsprechern Sarah Schweizer und Jeremias Rieple informierte Herr Mangold, der einem anderen Menschen bereits selbst durch eine Stammzellenspende helfen konnte, grundsätzlich über den Kampf der DKMS gegen Blutkrebs und schilderte wie unkompliziert es ist, sich selbst als Spender in der Datenbank der DKMS erfassen zu lassen.

Mit einem simplen Rechenbeispiel führte Herr Mangold den anwesenden Schülerinnen und Schülern eindrücklich vor Augen, was mit dem Geld aus dem Sponsorenlauf tatsächlich geleistet werden kann. Mit Hilfe der Spende können zunächst etwa 400 Personen als potentielle Spender in einer zentralen Datenbank erfasst werden. Dies geschieht über eine medizinische Analyse eines Abstriches aus der Mundschleimhaut, dieser Vorgang wird allgemein als Typisierung bezeichnet.

Die Wahrscheinlichkeit, so Mangold weiter, dass man als registrierte Person tatsächlich einmal als passender Spender angefragt wird, liegt bei vermeintlich niedrigen fünf Prozent. Doch übertragen auf die Spende der Schülerinnen und Schüler bedeutet dies, dass allein durch ihren Einsatz vermutlich 20 Menschen mit einer Bluterkrankung geholfen werden kann.

Herr Mangold war nicht der einzige Gast, der an der Podiumsdiskussion teilnahm. Neben ihm war auch Julia Cappelino geladen. Als Schülerin des Marianum (Abiturjahrgang 2016) hatte die heute 22 Jährige Studentin die Diagnose Blutkrebs bekommen. Nach einer mehrmonatigen Zeit der Ungewissheit und des Wartens konnte sie jedoch durch eine passende Stammzellenspende erfolgreich behandelt werden. Das Gespräch mit der jungen und selbstbewusst auftretenden Frau hinterließ bei allen Zuhören einen bleibenden Eindruck.

Auf die Frage eines Schülers, wie sich das Erlebte auf ihren Alltag ausgewirkt hat, antwortete Julia, dass sie nun jeden Tag viel bewusster wahrnimmt und das Leben als solches genießt.