MARIANUM: ABITUR IN CORONA-ZEITEN - MIT VIEL ABSTAND UND FRISCHER LUFT

Am Freitag vor Pfingsten konnten auch die letzten Schüler*innen unserer diesjährigen Abiturklassen am Marianum aufatmen; die schriftlichen Prüfungen waren geschafft! Viel Abstand und frische Luft waren gesichert, denn Prüfungsraum war die Turnhalle.
Die Erfahrungen mit selbstorganisiertem Lernen über drei Jahre halfen unseren Schüler*innen der Abschlussklassen, auch unter den speziellen Bedingungen durch Corona sehr selbstständig und zielorientiert auf die Prüfungen hinzuarbeiten. In regelmäßigen Videokonferenzen für ganze Schulklassen und in individuellem Online-Unterricht in Kleingruppen konnten alle durch große Disziplin und die Bereitschaft, sich auf diese ungewöhnliche Situation einzustellen, bestmöglich auf die Prüfungen vorbereitet werden.

„Schade ist es natürlich, dass den Schülerinnen und Schülern, die die Schule nun verlassen werden, die Erinnerungen an Abschlussfeier und Abschlussfahrt verwehrt bleiben“, so Mathelehrer Valentin Gairhos.

Stimmen von zwei Abiturientinnen kurz nach der Matheklausur:

„Die momentane Situation hat wohl von uns allen viel abverlangt. Nicht nur wir Schüler*innen standen vor ganz neuen Voraussetzungen, auch die Lehrer*innen mussten sich der Situation anpassen. Ich denke, das Marianum hat für uns Abiturient*innen das Beste herausgeholt, was machbar war. Doch es wäre gelogen zu behaupten, alles war perfekt und ich habe mich so vorbereitet fürs Abi gefühlt, wie es unter normalen Bedingungen der Fall gewesen wäre. Denn selbst der beste Onlineunterricht der Welt kann keinen Präsenzunterricht ersetzen. Dieser war zum Glück zwei Wochen vor der ersten Prüfung wieder möglich.“

„Wenn man andere Personen fragt, woran sie sich aus ihrer Abizeit erinnern, kommt meist: Abihütte, Abiball, der Unterricht nach den Prüfungen. Wir haben all das nicht, dennoch werde ich unsere letzten Monate am Marianum positiv in Erinnerung behalten. Durch die neuen und unbekannten Zustände wurde jeder, Schüler sowie Lehrer, vor Herausforderungen gestellt, die wir in einem intensivierten Miteinander gemeistert haben.

Die Lehrer haben uns die Möglichkeit gegeben, sie jederzeit telefonisch zu erreichen und uns bestärkt, so oft es nur ging. Rückblickend mussten wir uns zwar viel selbst beibringen und die lange „Vorabizeit“ war durchaus zermürbend, jedoch sind wir durch die letzten Monate alle noch ein Stück mehr (zusammen-) gewachsen und werden viele wichtige Erfahrungen aus dieser Zeit mitnehmen.“