Pädagogisches Konzept des Gymnasiums: Bildung mit Wertefundament und Weitblick

Das pädagogische Konzept des Gymnasiums Marianum Hegne verbindet fachliche Exzellenz mit christlichen Werten und individueller Förderung. Wir begleiten junge Menschen auf ihrem Bildungsweg ganzheitlich – mit modernen Lernmethoden, gelebter Wertevermittlung und Raum für Persönlichkeitsentwicklung. So legen wir den Grundstein für schulischen Erfolg und verantwortungsbewusstes Handeln in der Gesellschaft.

Unsere pädagogischen Grundsätze

  • Als Geschöpfe Gottes sind Menschen eigenständige Individuen auf dem Weg zu ihrem Selbst („Werde, der Du bist!“)
  • Jeder Mensch ist anders – jeder Mensch lernt anders
  • Bildung braucht Zeit
  • Bildung ist ein aktiver Akt des Jugendlichen;
    Schule und Lehrkräfte schaffen die Bedingungen, dass der/die Jugendliche sich bilden kann
  • Bildung ist immer ganzheitlich
  • Bildung und Erziehung vollziehen sich im partnerschaftlichen Verhältnis zwischen Schule und Eltern (Erziehungspartnerschaft)

Die vier Säulen unseres pädagogischen Konzepts am Gymnasium

Das pädagogische Konzept des Gymnasiums am Marianum Hegne ruht auf vier tragenden Säulen. Diese ermöglichen jungen Menschen eine fundierte, werteorientierte und zukunftsfähige Bildung. Diese Leitlinien prägen unseren Schulalltag und unser Verständnis von Lernen und Erziehung.

1.

2.

3.

4.

Fokussierung auf die berufliche Orientierung und Studierfähigkeit (nicht Abschluss-, sondern Anschlussfähigkeit)


Coaching – Persönlich wachsen, selbstständig lernen

Was bedeutet denn „Coaching“?

Alle Schüler*innen haben während ihrer Schulzeit am SG die Möglichkeit, ihre Lern- und Leistungsfähigkeit zu verbessern, indem sie von zu Coaches ausgebildeten Lehrkräften begleitet werden. Auch persönliche Sorgen und Nöte können in diesem Setting angesprochen werden. Hierzu treffen sich Coach und Coachee in regelmäßigen Abständen. Alles, was in diesen Treffen besprochen und vereinbart wird, ist vertraulich. Daher kann der Coachee seine Ziele, Sorgen und Wünsche zum Thema machen und gemeinsam mit dem Coach Lösungswege erarbeiten.

Warum bieten wir Coaching an?

Mit unserem Coaching-Angebot unterstützen wir Schüler*innen dabei, für ihre Lern- und Entwicklungsprozesse Eigenverantwortung zu übernehmen. Hierbei werden sie ermutigt, ihre individuellen Stärken zu erkennen und in einem geschützten Rahmen ihre Fortschritte zu reflektieren. Dies führt zu einer optimalen Vorbereitung auf Studium, Ausbildung und Beruf vor. Darüber hinaus können die erlernten Kompetenzen im Sinne des ganzheitlichen Lernens auch auf andere Lebensbereiche übertragen werden.

Das Coaching hat mir sehr viel für meine persönliche Entwicklung und mein Studium gebracht, weil ich gelernt habe, mein eigenes Lernverhalten zu analysieren und zu strukturieren. Zudem konnte ich auch persönliche Probleme immer im Coaching ansprechen. Daher habe ich mich immer sehr auf die Coaching-Stunden gefreut, weil ich jedes Mal etwas dazugelernt habe.

Jasmin Graf, Psychologiestudentin

Im Coaching habe ich gelernt, mir bewusst zu machen, wer ich sein will und wie ich es schaffe, dieser jemand zu sein. Außerdem konnte ich mir bewusst machen, was meine Ziele und Wünsche sind und was ich tun kann, dass diese sich erfüllen.

Mein Coach ist so etwas wie eine Mischung aus Eltern und Freund. Ich kann um Rat suchen bei Fragen, die ich meinen Eltern nicht stelle und die mir meine Freunde nicht beantworten können.

Nils, Medizinstudent


Unser Miteinander am Marianum – gemeinsam lernen und arbeiten

Das Fundament unserer Arbeit am Marianum ist das gemeinsame Lernen in einer guten Klassengemeinschaft bis hin zum Abitur. In einer Atmosphäre von Vertrauen und Zusammengehörigkeit können individuelle Stärken weiterentwickelt und eingebracht werden. Gegenseitiger Respekt und ein toleranter Umgang miteinander sind hierfür die Voraussetzung. Schüler*innen wie auch die Lehrkräfte, die zu uns kommen, bringen diese Haltung mit.

Lästern widerspricht unserem Grundprinzip. Daher gilt: „Wir sprechen miteinander und nicht übereinander!“ Hierdurch beugen wir Mobbing gezielt vor. Den eigenen Bedürfnissen, aber auch den Bedürfnissen der Anderen wird Raum gegeben. Zur Stärkung unseres Miteinanders finden wöchentliche Klassenstunden statt, in denen alles besprochen werden kann und darf.

In dieser gegenseitigen Unterstützung begeben wir uns im Klassenverbund drei Jahre lang auf den Weg zu unseren gemeinsamen Zielen. Für die einen ist es das Abitur, für die anderen auch die Vorbereitung auf ein Studium oder eine Ausbildung.

Unsere Lernlandschaft am Marianum

Konzeption der Lernlandschaft

Wir gehen davon aus, dass wir heute junge Menschen auf ein Leben in einer Welt vorbereiten müssen, von der noch niemand eine Vorstellung hat, wie diese zukünftig aussehen könnte. Daraus ergibt sich die Haltung, dass wir unseren Schüler*innen Instrumente mit auf den Weg geben müssen, welche sie befähigen, sich in einer sich stetig und immer schneller ändernden Welt zurechtzufinden.

Diese Haltung soll in der Konzeption des SGs am Marianum u.a. auch durch die Lernlandschaft realisiert werden.

Ziele der Lernlandschaft

Förderung von

  • Sozial- und Selbstqualifikationen
  • Teamfähigkeit
  • Flexibilität in der Eigen- und Gruppenarbeit
  • Informationen bewerten können
  • selbstständiges Denken und Handeln
  • Ausdauer
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Prioritäten setzen können
  • Zeiten einteilen

Die Lernlandschaft bietet eine von Wertschätzung, Vertrauen und gegenseitiger Unterstützung geprägte, anregende Lernumgebung für jeden und ermöglicht durch eine Vielzahl von Materialien und Lernarrangements individuelle Lernwege. Unterschiedliche Bildungsziele und Kompetenzen erfordern eine angemessene Balance von Instruktion und Konstruktion sowie einen angemessenen Wechsel zwischen lehrer- und eher schülergelenkten Phasen des Unterrichts. Schüler*innen sollen durch die Lernlandschaft dazu ermuntert werden, möglichst selbst- und eigenständig zu arbeiten, aber auch ko-konstruktiv zu zweit oder in Gruppen zu lernen. Wichtig ist hierbei die Förderung der Eigenverantwortung für das eigene Lernen sowie der Mitverantwortung für das gemeinsame Lernen.

In dem eigens dafür vorgesehenen Raum hat jede*r Schüler*in über das gesamte Schuljahr hinweg einen eigenen festen Arbeitsplatz.

Person sitzt an einem Schreibtisch, arbeitet mit Unterlagen und Schreibmaterialien.

Jede*r Schüler*in ist verschieden, er/sie hat eigene Stärken und Schwächen und lernt damit ganz unterschiedlich. Dieser Unterschiedlichkeit trägt die Lernlandschaft Rechnung. Das Lernen orientiert sich dabei

  • am individuellen Lernstand
  • am individuellen Lerntempo
  • an den individuellen Interessenschwerpunkten
  • und an der Herausforderung eigen- und selbstständigen Lernens.

Die Selbsttätigkeit und der Zeitfaktor beim Lernen bewirken, dass Lerninhalte im Langzeitgedächtnis gespeichert werden. Durch diese Verfestigung können sie nicht nur unmittelbar vor Klausuren, sondern auch später für die Abiturprüfungen und im Studium wieder abgerufen werden.

Die Lernlandschaft bietet angemessenen Raum, ausreichend Zeit, vielfältiges Material und mindestens eine Lehrperson als Lernbegleiter*in.

Symbolgrafik: Ein rotes Icon mit zwei Dokumenten und einem Bleistift, das das Bearbeiten oder Erstellen von Texten und Inhalten symbolisiert

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Konzeption der Lernlandschaft

Raum – Material – Lehrperson – Zeit

Lernen braucht Raum

Die Lernlandschaft bietet eine respektvolle und ruhige Lernumgebung (Flüsterkultur) für selbstständiges und gemeinschaftliches (im Klassenzimmer, auf dem Flur) Lernen. Als Basis für das individuelle Lernen hat jede*r Schüler*in das gesamte Schuljahr über einen zusätzlichen eigenen Arbeitsplatz, den er/sie auch persönlich gestalten kann. Dieser Platz kann in Ausnahmefällen auch mit einer*m Schüler*in aus einer anderen Kursstufe geteilt werden.

Klassenräume und Flure außerhalb der Lernlandschaft ermöglichen parallel dazu Kooperation, Co-Konstruktion und Lernpartnerschaften, sodass die Schüler*innen sowohl voneinander und miteinander lernen können.

Lernen braucht Materialien

In der Lernlandschaft verlagert sich der Aktivitätsschwerpunkt von der Lehrperson zu den Lernenden. Eine wichtige Aufgabe der Lehrkraft ist es dabei, die Lernmaterialien entsprechend vorzubereiten, zu strukturieren und bereitzustellen. Die Lernaufgaben sollen ein auf Problemlösung zielendes Lernen anstoßen und unterschiedliche Lern- und Aneignungsformen ermöglichen. Die Materialien müssen dazu angemessene Problemstellungen beinhalten, die die Lösungskompetenz der Schüler*innen fördern und sinnhaftes Tun und Lernen begünstigen sowie die Motivation und die Neugierde der Lernenden wecken.

Lernen braucht Pädagoginnen/Pädagogen

Die Lehrperson ist in der Lernlandschaft ein Lernberater oder Coach. In den ausgewiesenen Lernlandschaftszeiten ist zur Lernunterstützung und -begleitung der Schüler*innen immer mindestens eine Lehrkraft in der Lernlandschaft anwesend. Unterstützendes Lern-Coaching in der Lernlandschaft heißt: das eigenaktive Lernen der Schüler*innen zu initiieren, zu begleiten und zu sichern. Eigenständiges Lernen muss gelernt und geübt werden. Den Schüler*innen bei der Erreichung dieses Ziels zu helfen, ist eine wichtige Aufgabe der Pädagog*innen innerhalb der Lernlandschaft. Dabei ist auf einen fehlerfreundlichen Umgang, die Hilfe zur Selbsthilfe und kollektive (Regeln – s.u.) wie individuelle Verbindlichkeiten (Abmachungen) zu achten. Gerade in der Lernlandschaft (z.B. bei fachfremden Fragen) kann die Lehrkraft selbst zum Lernenden werden, und lernende Schüler*innen können so zu ihren eigenen Lehrpersonen werden.

Das Lernen in der Lernlandschaft wird über das regelmäßige, individuelle Coaching (6 x pro Jahr) zusätzlich ergänzt und erweitert (siehe hierzu Konzeption: Coaching).

Lernen braucht Zeit

Das Lernen im eigenen Tempo mit ausreichend zur Verfügung stehender Zeit ist zentral, um sich mit den Themen individuell auseinanderzusetzen. Zeit und Muße sind die Grundbedingungen für nachhaltiges Lernen. So wechseln sich im Konzept der Lernlandschaft die unterrichtlichen Impulse im Klassenzimmer und das eigenständige Arbeiten in einem bestimmten Rhythmus ab. Input- und Lernlandschaftszeiten sind hierzu verblockt und umfassen i.d.R. ganze Tage.

Mit den Schüler*innen entwickelte Regeln für die Lernlandschaft

Jede*r Schüler*in erstellt einen individuellen Arbeitsplan für den jeweiligen Tag/Woche/Monat und dokumentiert diesen.

Dieser Arbeitsplan/dieses Studienbuch dient auch als mögliche Gesprächsgrundlage im Coaching und sollte zum Coachingtermin bereitgehalten werden.

Kurze Anfragen können in Flüsterkultur geklärt werden, für längere Erklärungen gehen die Beteiligten aus dem LL-Raum. Längere Abwesenheit von Lernlandschaft und Instruktionsbereich ist zu dokumentieren (z.B. Anschrieb an Tafel im Klassenraum).

Sind in der LL anwesend und unterstützen alle Schüler*innen in inhaltlichen Fragen sowie auch bei der persönlichen Lernplangestaltung; auch organisatorische Fragen (längerfristiger Lernraumwechsel etc.) werden in Absprache mit den Lehrpersonen geklärt.

Sind wichtig für die Leistungsfähigkeit und sollen bewusst bzw. regelmäßig individuell (Ausnahme Mittagspause) in den Arbeitsplan (Tages-/Wochenplan) eingebaut werden; die Pausen finden außerhalb der LL-Raum (hier kein Essen oder Trinken; Ausnahme: Wasser) im Klassenraum, Mensa und Außenbereich statt.

Die LL beginnt gemeinsam im Klassenzimmer und endet (15 Min. vor Schluss) gemeinsam im Lernlandschaftsraum; die Gruppe bekommt Gelegenheit sowohl ihre Pläne, als auch ihre Lernerfolge und Strategien zu reflektieren.

Das Material steht nach Fächern geordnet allen Schüler*innen in der LL zur Verfügung; es ist wichtiger Bestandteil der Lernlandschaft und muss im LL-Raum verbleiben.

Einzelarbeit findet in der Lernlandschaft statt, und Gruppenarbeit im Flur des DG und des 2. OG plus Rückzugraum RS (mit Vermerk über die Dauer an der Tafel des Klassenraums).

Aufnahmegebühr – EINMALIG
160,00 €
(wird fällig bei Vertragsabschluss – darin enthalten ist eine 1 Monatsrate Schulkosten (bei nicht Inanspruchnahme des Schulplatzes keine Rückerstattung!)

Schulkostenbeitrag pro Schuljahr – zahlbar in 12 Monatsraten zu je 130,00 €
Gesamtbetrag pro Schuljahr 1.560,00€
(jeweils vom 1. August bis 31. Juli des laufenden Schuljahres)

(Änderungen vorbehalten)

Unsere Lehrkräfte des Gymnasiums am Marianum