Glaube als Kraftquelle: Weihbischof Dr. Peter Birkhofer zu Gast am Marianum Hegne

Wie können Menschen angesichts globaler Krisen Hoffnung bewahren und Verantwortung übernehmen? Mit dieser Frage setzten sich Auszubildende zur Erzieherin und zum Erzieher am Marianum Hegne in einem Gespräch mit Weihbischof Dr. Peter Birkhofer auseinander. Die Begegnung fand im Rahmen der „Stunde der Schulgemeinschaft” statt, einem Format der Schulpastoral, das regelmäßig Raum für Begegnungen mit Persönlichkeiten aus Kirche und Gesellschaft bietet.

Dr. Peter Birkhofer ist seit 2018 Weihbischof der Erzdiözese Freiburg. Er wurde von Papst Franziskus ernannt und ist unter anderem Bischofsvikar für Weltkirche, Ökumene und interreligiösen Dialog.

Austausch über Hoffnung, Verantwortung und Glauben

Während der Veranstaltung berichtete der Weihbischof aus seinem Lebensweg sowie aus seinem Alltag im bischöflichen Dienst. Gleichzeitig gestalteten die Schülerinnen, Schüler und Auszubildenden die Stunde aktiv mit und brachten eigene Fragen und Perspektiven ein.

Anstelle eines klassischen Interviews hatten die Auszubildenden ihre Fragen im Vorfeld thematisch gebündelt. Daraus entwickelte sich ein moderiertes Gespräch, in dem Weihbischof Birkhofer anhand persönlicher Erfahrungen Einblicke in seinen Werdegang und seine Aufgaben als Bischof gab.

Dabei griff er grundlegende Fragen des menschlichen Lebens auf:
Was gibt Menschen in unsicheren Zeiten Halt? Wo finden sie Orientierung? Und wie kann Verantwortung übernommen werden, ohne sich von den Herausforderungen der Gegenwart überfordern zu lassen?

Besonders eindrücklich berichtete Birkhofer von Begegnungen auf seinen Reisen in Krisenregionen wie Burundi und die Ukraine. Er habe dort erfahren, wie sehr Hoffnung, Solidarität und gelebter Glaube selbst unter schwierigen Bedingungen Kraft geben können.

Christlicher Glaube als Quelle von Hoffnung

Zugleich betonte der Weihbischof die entlastende Dimension des christlichen Glaubens: Der einzelne Mensch müsse nicht alle Probleme lösen oder die Welt im Alleingang „retten“. Diese Gewissheit könne dabei helfen, sich engagiert einzubringen, ohne von den Herausforderungen der Gegenwart überwältigt zu werden.

Gerade für junge Menschen eröffne diese Perspektive einen Weg, sich verantwortungsvoll in Gesellschaft und Kirche einzubringen.

Religiöse Bildung in der pädagogischen Arbeit

Auch die Bedeutung religiöser Bildung im Elementarbereich wurde thematisiert. Birkhofer hob hervor, dass pädagogische Fachkräfte Kindern Räume eröffnen können, in denen Vertrauen, Gemeinschaft und Werte erfahrbar werden, und dies mit einem sensiblen Umgang mit unterschiedlichen religiösen und kulturellen Hintergründen verbinden können.

Im anschließenden Gespräch nutzten die Auszubildenden die Gelegenheit, persönliche Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen einzubringen. Die Begegnung klang in ruhiger und nachdenklicher Atmosphäre aus.

Der Besuch zeigte eindrücklich, wie die „Stunde der Schulgemeinschaft“ am Marianum Hegne Begegnungen ermöglicht, die zum Nachdenken anregen und Orientierung bieten.